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Planänderung - Neckar Challenge 2020 - Featured

Eigentlich war geplant, das letzte Rennen der eh schon speziellen Saison gechillt am Bodensee in Konstanz bei der Bodensee Challenge in den Kleinbooten zu fahren. Doch auch hier machte uns Corona wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Auf Grund der in Heilbronn stark gestiegenen Zahl der Neuansteckungen wollten wir kein Risiko eingehen und verzichteten auf den Trip an den See. Doch wer dachte, „cool ein entspanntes Wochenende mal zu Hause….“, der hatte sich getäuscht.

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah (frei nach Goethe)

Kurzerhand riefen wir die Neckar Challenge ins Leben. Treff, wie immer am Samstag um 14 Uhr am Bootshaus. Unter Einhaltung aller Corona Auflagen wurden die Outriggerboote für das wahrscheinlich erste, letzte und ziemlich sicher auch das einzige Kanurennen 2020 auf dem Neckar eingeteilt und rennfertig gemacht.

Die OC2 Besatzungen waren schnell klar, die Seriensieger der Langstreckenrennen vom Bodensee Marietta und Bärt, das „Be(a)st Team“ trafen auf die nimmermüden und bis in die Haarspitzen motivierten „Bi Turbo Booster“ Herausforderer Andrea und York. Die OC1 wurden von Markus und Schnaupi, den Einer Spezialisten gewählt. Daniel und seine 3 Ladies (Jenny, Kelly und Petra) machten es sich im umgebauten Rennkajakvierer, unserem OC4, gemütlich.

Für die erste und extrem kurzfristig veranstaltete Neckar Challenge sind fünf Boote, mit 10 Sportlern, am Start schon mal ein guter Anfang. Nur einer schaute traurig dem sportlichen Treiben zu, der Kumpl von Käpt`n Blaubärt war noch in der ärztlich verordneten Aufbauphase und durfte nicht mitspielen. Egal, dann nimmt er sich eben das Motorboot, startet das Rennen, stoppt die Zeit, gibt 'ne gute Figur als Wendeboje ab und natürlich wird wie wild fotografiert und Technikvideos gemacht. Nächstes Mal ist er aber wieder als Paddler dabei, versprochen.

Der Streckenverlauf wurde den herbstlichen Bedingungen angepasst und aus laubtechnischen Gründen nur auf den Neckarkanal verlegt. Für die Erstausgabe der Veranstaltung sollten zu Testzwecken mal 7 km genügen, geplant ist aber zukünftig mindestens 10 km, sonst lohnt ja die Anreise nicht.

Schön aufgereiht und gegenseitig ausgerichtet fanden sich die tapferen Paddler am Start ein. Los ging die wilde Hatz. Manch einer hatte vergessen, dass es am Start ja schnell zugeht und war sichtlich überrascht über die motivierte Start-Performance der beiden OC2 Boote. Die beiden Zweier hatten ja keine Zeit zu verlieren, es gab da ja noch offene Rechnungen……… Der OC4 hatte vom Start weg Probleme mit der Linienführung. An Land wurde vor dem Rennen, mit dem Steuermann des OC4 noch die richtige Paddelhaltung bei der Wende geklärt, wir hatten aber zu wenig über die Strecke gesprochen……. Kurzer Einschub der Redaktion: die kürzeste Distanz zwischen zwei Punkten ist die Gerade, diese naturwissenschaftliche Regel wurde vor dem Rennen nicht explizit angesprochen, ein Fehler, wie sich später herausstellte. ;-) Auf Grund dieses Versäumnisses kam es wie es hat kommen müssen, kurz nach dem Start kreuzten sich die Fahrbahn des OC4 und die fein gewählte Fahrspur des geheimen Geheimfavoriten in der OC1 Kategorie. Dies nutzte der Routinier in der OC1 Klasse, um sich von seinem Herausforderer entscheidend abzusetzen. Der OC4 zog, von alle dem ziemlich unbeeindruckt, weiter seine Bahn. Spannender ging es bei den OC2 zu, bis zur Wende in Horkheim wechselte die Führung ständig. Die Seriensieger gingen als erste in die Wende, so war es ja auch schon die ganzen Rennen vorher, das gewohnte Bild. Lang und kraftvoll, mit ein bissl Gemüse im Steuer, hielten sie die Herausforderer auf Distanz, die übrigens auch mit dem Laub auf dem Neckar zu kämpfen hatten, aber noch vor der Wende einen kleinen „LaubausdemSteuerSpülstopp“ einlegten. Der Bi-Turbo-Booster ließ sich nicht abschütteln und übernahm nach 4 km die Führung, taktisches Geplänkel dachte der Beobachter. Zermürbt vom hohen Tempo, vielleicht auch vom Laub sammeln, mussten die Favoriten die Herausforderer einen Kilometer vor dem Ziel ziehen lassen.

So ging es dann ins Ziel, es gab keine offizielle Rangliste, jeder kämpfte für sich gegen den eigenen inneren Schweinehund. Es tut gut, den Puls mal wieder in fast vergessene Regionen zu katapültieren. Leider kamen nicht alle Boote bis ins Ziel. Der OC4 hatte wahrscheinlich die meisten Kilometer auf dem Neckar an diesem Tag zurückgelegt, deutlich mehr als der Coach im Motorboot, die Tageskilometerleistung des Teams war also leider schon vor der Ziellinie erreicht. Das Üben wir noch. Der Zieleinlauf war definitiv Corona konform, schön mit Abstand kamen die Boote zur Ziellinie am Anlegesteg.

Alle hatten ihren Spaß und das Wetter zeigte sich bei der 1. Neckar Challenge Herbst-Edition auch von der besten Seite. Mal schauen, wie sich die Corona-Lage in 2021 verändert, wir haben aber auf jeden Fall eine Möglichkeit gefunden, die Drachenboot freie Zeit sinnvoll und sportiv zu nutzen.

Die obligatorische Siegesfeier mussten wir leider ausfallen lassen, wird aber nachgeholt, bestimmt.

Die Wettkampfsaison war mit diesem Rennen beendet, leider konnten wir in 2020 nur den virtuellen MonkeyJumble im Drachenboot mitfahren. Schade, wir hatten uns so viel vorgenommen. Statistisch gesehen war 2020 ja eigentlich gar nicht so schlecht, ein Rennen gefahren und dieses gewonnen, passt ja ……..

Hoffen wir auf 2021, dass wir dann wieder öfter als ganzes Team ran dürfen.

Noch eine kurze Anmerkung: alles war so wie hier beschrieben, wer es nicht glaubt, muss nächstes Mal selbst mitmachen, um sich zu überzeugen…….

Bleibt alle Gesund

Euer Kumpl von Käpt`n Blaubär(t)


 

Last modified onSunday, 01 November 2020 20:45
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