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MonkeyJumble 2018 …. and we did it again

-          und wie „schnick, schnack, schnuck“ nach Tschechien kam

Die Geschichte des MJ 2018 ähnelt so ein bissl den Geschichten der Vorjahre….

Namensfindung? Wer bleibt wach am 31.7.?

Unsere Neckardrachen-Teams waren dieses Jahr Chicken Run auf Startplatz 16, HSB (nein es heißt nicht „Heilbronner Schöpfen am Besten…..“ oder „Hinten sitzt Bert“ es heißt…….. na, verrate ich besser mal nicht, evtl. brauchen wir den Namen ja in 2019 wieder :-)) auf Position 24 und mit Startnummer 33 ND-Uhu (Unter hundert, ist dabei das Gesamtgewicht in kg pro Bank und nicht je Platz, wie im Vorfeld spekuliert wurde).

Die erste Hürde war am 1. August so gegen 0:00 Uhr und 40 Sekunden erledigt, trotz guter Vorbereitung, guter Erwärmung so ab 23:30 Uhr, war es uns nicht möglich, bessere Startplätze zu ergattern, so ist es, halt wenn man zu viel Zeit mit Training verplempert und sich nicht um die IT kümmert. Wir waren froh, dass alle drei Boote einen Platz im Feld bekommen hatten.

Nun ging es darum, die Boote einzuteilen. Nicht ganz so einfach, es sollten genau 60 Paddler, 3 Steuerleute und 3 Trommler sein. Auf Grund der zuletzt guten Anmeldezahlen konnten wir kurzfristig noch 6 hochmotivierte Neckardrachen, jeweils im Doppelpaket, an unsere befreundeten Teams aus Bad Säckingen, Konstanz und Greifensee transferieren.

Am Renntag kam es wie befürchtet, es gab zwei Ausfälle. Aber für uns auch kein Problem, die Personalausleihen rückgängig machen ist nicht unser Stil, versprochen ist versprochen. Der TC von Startnummer 33 (ihr erinnert euch: „Uhu“) hatte sowieso ein Problem mit der Einhaltung der internen Gewichts- Vorgaben und war bereit, mit 18 Paddlern anzutreten. Aber halt, da war noch ein mitgereister Fan im Neckardrachenlager entdeckt worden. Nach ca. 2 Sekunden harter Überredungsarbeit waren wir 19 Paddler bei den Uhu`s (kein Problem, Paddler Nr. 19 war gewichtstechnisch für die Uhu Vorgabe nicht relevant). Die Vorbereitung lief auf 19 Paddler hinaus. Bis zu dem Moment als Betty ankam und fragte, ob wir noch einen Ersatzpaddler für ein ungarisches Team mit 19 Paddlern hätten. Der Uhu TC erklärte ihm und dem Tschechischen Steuermann des nunmehr tschechischen Teams, dass wir auch nur 19 Paddler wären…… ABER der TC hatte da so eine Idee, denn unsere leicht zu überredende Nr.19 wieder hergeben, nein das machen wir so nicht…..

In Germany we call it “schnick, schnack, schnuck”. Kurz wurden auf Englisch die Regeln besprochen (was heißt eigentlich Brunnen auf Englisch???) und sich auf paper, cutter und stone geeinigt. Der Sieger startet mit 20 Paddlern, der Verlierer mit 18 Paddlern, so war die Vereinbarung. Ein Neckardrache, ein Tscheche, ein Wort. „Schnick, schnack, schnuck“ und wir waren wieder 20 Paddler. Großes Gelächter kam auf, als wir am Start nebeneinander mit den Startnummern 33 und 34 standen und Stepan seinen tschechischen Landsleuten aus dem Uhu Boot zugewunken hatte. So geht Völkerverständigung.

Traditionell sind wir eigentlich immer die letzten, die auf`s Wasser gehen. Aus diesem Grund hatte Harry dieses Jahr mal was Neues vor. Alle Boote schon frühzeitig auf`s Wasser und am Ufer anbinden. Tolle Idee unseres Drabowartes, entspanntes, rechtzeitiges Einsteigen und lockeres Warmpaddeln vor dem Start. Warum haben wir das so nicht schon in den letzten Jahren gemacht?

Nun ging es in die Startaufstellung und das Neckardrachenrudel verlor sich ein wenig aus den Augen. Das Premierboot Chicken Run reihte sich in der 4 Startreihe rechts ein. Zwei Startreihen dahinter aber noch in Sichtweite, das Ü Boot HSB. Unser „Jugend trainiert für Olympia“ Boot bzw. unsere High Potentials, ND Uhu, durften in Startreihe 9 ganz links einparken. Der Countdown war wieder einmal super…….

Showtime, Kanonenschuss und es geht los auf die 11 km lange Hatz. Kollisionen und Bootsberührungen schon vor der eigentlichen Startlinie. Hoher Wellengang, Wassereinbruch schon in der ersten Kurve, das macht den MonkeyJumble so besonders.

Chicken Run kämpfte sich unter Einsatz tatkräftiger Schöpfer, die schon nach der Startphase aktiv werden mussten, durch die Wellenberge und konnte sich bereits kurz nach der ersten Wende  alleine an die Spitze des Feldes setzen und von nun an, getrieben von den schnellen Thunder Dragons, einsam seine Runde ziehen. HSB und die Nachwuchspaddler des ND-Uhu hatten zu diesem Zeitpunkt ganz andere Probleme. In etliche Kollisionen (mehrmals sogar Parkposition mit komplettem Stilstand) und Bootsberührungen verwickelt, verloren beide Boote viel Zeit und Platzierungen. Langweilig wurde es nicht. Hervorragende Wenden und die gute Übersicht unserer Steuerleute im hervorragenden Zusammenspiel mit den Schlagleuten und Trommlern konnten die Boote immer wieder in gute Positionen bringen. Die Uhus hatten 4 km vor Schluss genug von den aufreibenden Bordkämpfen mit den anderen Teams. Durch zwei geschickte Seitenwechsel entledigten sie sich von zwei Booten und ab ging es. Durch Tempowechsel und Zwischenspurts wurde ab jetzt nur noch überholt. Fast jeder Spurt führte zum Erfolg und es konnten so etliche Teams mit einem Endspurt ab der letzten Wende noch überholt werden.

Am Ende des Rennens konnten alle mit den Leistungen zufrieden sein. Bei bestem Spätsommerwetter konnten wir uns über die Plätze 11 von HSB und 23 von den ND Uhus freuen. Getoppt wurde dies allerdings durch unser Team Chicken Run, welches mit 18 Sekunden Vorsprung vor den Thunders das Rennen gewinnen konnte.

Ein schöner Saisonabschluss. Auch die Kooperation mit der Dammrealschule Heilbronn hat sich wieder einmal als sehr erfolgreich gezeigt. Die Schüler sind das erste Mal über eine solch lange Strecke in einem Wettkampf an den Start gegangen. Vielen Dank auch an die Schweizer Junioren Nationaltrainerin Iris Huber, die sich bereit erklärte, unser Nachwuchsprojekt ND-Uhu auf der Trommel zu unterstützen und die letzten Reserven der „Youngstars“ und der wenigen Routiniers im Boot zu mobilisieren.

Die sehr gut inszenierte Siegerehrung rundete eine tolle Veranstaltung würdig ab. We did it again….. Wieder einmal konnte eines unserer Teams den MonkeyJumble gewinnen. Vielen Dank und größten Respekt auch an unsere Gegner, es ist nicht einfach mit diesen Bedingungen zurechtzukommen. Es wurde uns mal wieder alles abverlangt, um dieses Rennen zu gewinnen. Bei allem sportlichen Ehrgeiz ging es doch zumeist sehr fair zu.

Ein großes Dankeschön auch wieder an das Orgateam vom Regattaverein Saar.

Macht weiter so……

Wir kommen wieder, wenn wir es am 1.August wieder schaffen :-)

Schnick, schnack, schnuck….. es war wieder einmal so, wie es hier steht oder so ähnlich halt ;-)

 

Euer Kumpel von Käpt`n Blaubärt

 


Last modified onThursday, 01 November 2018 22:18
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